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Therapie- & Assistenzhunde

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Allergieanzeigehund

 

Allergieanzeigehunde lernen bei einer schweren, lebensbedrohlichen Allergie den Allergieauslöser zu riechen und dessen Vorkommen in der Umgebung anzuzeigen. In der Regel handelt es sich dabei um Lebensmittelallergien, wie eine Erdnussallergie oder Glutenallergie.

Hat der Hund im Alltag einen Allergieauslöser wahrgenommen, führt er den Betroffenen zu der Quelle, um den Auslöser anzuzeigen. Deshalb sollte es für den Betroffenen nicht gefährlich sein, sich dem Auslöser zu nähern. Ist es für den Betroffenen zu gefährlich, ist es notwendig, dass ein Angehöriger die Anzeigearbeit des Hundes übernimmt und sich vom Hund zum Auslöser führen lässt. Ist dies nicht möglich, ist ein Allergieanzeigehund nicht geeignet.

Für die Ausbildung muss dem Betroffenen bekannt sein, was genau der Allergieauslöser aus. Selbst bei einer Erdnussallergie gibt es Unterschiede: die Erdnussschale riecht anders, als die Erdnuss. Ist die Erdnuss geöffnet, verliert die Schale schnell an Geruch, so dass der Hund die Schale nach einiger Zeit nicht mehr riechen kann. Wurde der Hund jetzt nur auf das Erdnussprotein trainiert, obwohl der Allergieauslöser die Schale ist, wäre das fatal und der Hund würde fälschlicherweise nicht mehr den Allergieauslöser anzeigen können. Ist der Allergieauslöser die Erdnussschale, muss der Hund auch gezielt auf die Erdnussschale trainiert werden und nicht auf das Protein.

Während des Trainings ist es erforderlich, dass der Allergieanzeigehund mit den Allergenen trainiert. Auch nach der Ausbildung ist es erforderlich, dass der Hund immer wieder mit dem Allergieauslöser trainiert wird, um das Training nicht zu verlernen. Die Assistenzhundetrainer des Deutschen Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q.® sind besonders darin geschult Ihnen Tipps zu geben, wie Sie das Allergen sicher verwahren und anfassen können ohne Ihre Gesundheit dabei zu gefährden.

Da im ersten Lebensjahr sehr häufige Konfrontation des Hundes mit dem allergieauslösenden Geruch notwendig ist, ist es für die meisten Betroffenen die beste Lösung einen fertig ausgebildeten Allergieanzeigehund zu bekommen. Die Assistenzhundetrainer des Deutschen Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q.® beraten Sie hierzu gerne, welche Option für Sie die beste Lösung ist.

Bei fremdausbildeten Allergieanzeigehunden haben Sie die Möglichkeit Hunde mit verschiedenen Trainingsstufen zu erhalten, je nach Ihren individuellen Bedürfnissen:

    1. Der Allergieanzeigehund kennt Grundkommandos, ist sozialisiert und hat gelernt zu Hause die Umgebung auf den Allergieauslöser zu „scannen“.

    2. Der Allergieanzeigehund kennt Grundkommandos, ist sozialisiert und hat mindestens drei Monate gelernt den Allergieauslöser auch draußen und an öffentlichen Orten zu finden.

    3. Der Allergieanzeigehund kennt Grundkommandos, ist sozialisiert und hat seit mindestens einem Jahr gelernt den Allergieauslöser auch draußen und an öffentlichen Orten, wie in Geschäften, Schulen und Bahn zu finden.

    4. Der Allergieanzeigehund kennt Grundkommandos, ist sozialisiert, hat seit mindestens einem Jahr gelernt den Allergieauslöser auch draußen und an öffentlichen Orten, wie in Geschäften, Schulen und Bahn zu finden, ist als fertiger Assistenzhund mit Assistenzhundestandards ausgebildet und hat ggf. zusätzliche Hilfsaufgaben bei einem anaphylaktischen Schock erlernt.

Aufgaben eines Allergieanzeigehundes

Die Hunde durchsuchen ständig die Umgebung und zeigen dem Besitzer das Vorkommen eines allergieauslösenden Geruchs an, wenn dieses vorliegt. Wenn der Geruch nicht zu riechen ist, kann der Hund ihn jedoch nicht anzeigen. So kann er alte Gerüche nicht mehr wahrnehmen. Ist z. B. auf einem Tablett in der Kantine eine alte Spur von Erdnussöl, kann der Hund diese nicht anzeigen.

Allergieanzeigehunde können keine Substanz erkennen, sondern nur einen Geruch.

Ebenfalls können Hunde nicht vor einem anaphylaktischen Schock warnen, sondern nur vor dem Geruch, der dazu führen kann. Allerdings kann der Hund auf Wunsch zusätzliche Hilfsaufgaben für den Fall eines anaphylaktischen Schocks lernen: Angehörige in der selben Wohnung zu Hilfe holen; ein Telefon bringen, um Hilfe rufen zu können; Medikamente bringen oder über ein Notfalltelefon Hilfe rufen.

Voraussetzungen für einen Allergieanzeigehund

  1. Sie leiden an einer anaphylaktischen Allergie und haben in der Vergangenheit nach einem direkten Kontakt zum Allergieauslöser anaphylaktisch reagiert.

  2. Sie sollten bereit sein mit dem Hund auch nach der Ausbildung das Training mindestens einmal wöchentlich fortzuführen.

  3. Sie müssen bereit sein sich von dem Hund zum Allergieauslöser führen zu lassen oder einen Angehörigen diese Aufgabe übernehmen lassen.

  4. Kinder sollten alt genug sein, um den Hund in seinem Training unterstützen zu können und bei der Nähe eines Allergieauslösers keine Panik zu bekommen.

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